In diesem Sommer jährt sich die Zusammenarbeit von First Climate und dem Bergwaldprojekt zum zweiten Mal. Das First Climate-Team nutzte das als Anlass für einen Besuch in der Geschäftsstelle des Naturschutzvereins mit einem anschließenden gemeinsamen Arbeitseinsatz bei einem Renaturierungsprojekt im Fichtelgebirge. Bei sommerlichem Wetter kam das First Climate-Team bei der Arbeit im Hochmoor am Ochsenkopf ordentlich ins Schwitzen.

Bergwald-Geschäftsführer Stephen Wehner begrüßte das First Climate-Team in der Geschäftsstelle des Vereins ins Würzburg und stellte zunächst das Moorprojekt im Fichtelgebirge vor, wo das First Climate-Team den Tag verbringen und sich durch die Waldpflege für die Wiedervernässung des ehemals trockengelegten Gebietes einsetzen wollte. In seiner Präsentation betonte Wehner, wie wichtig intakte Moorlandschaften für den Klimaschutz sind. „Ein nasser Torfboden besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstoff und kann deshalb große Mengen CO2 speichern.“

Trocknet der Boden aus, verliere er dieses Speicherpotenzial und das Moor werde von der CO2-Senke zum CO2-Emittenten, so Wehner. Die Trockenlegung von Mooren, wie sie in Deutschland jahrhundertelang betrieben wurde, um nutzbare Flächen für Landwirtschaft und Viehzucht zu gewinnen, ist vor diesem Hintergrund eine große ökologische Hypothek. Im Fichtelgebirge errichtet das Bergwaldprojekt deshalb unter anderem Spundwände aus Holz, mit denen die ehemals künstlich angelegten Gräben und Entwässerungskanäle verschlossen werden, damit das Moor sich regenerieren kann.

Auf das First Climate-Team wartete bei ihrem Einsatz am Ochsenkopf aber eine andere Aufgabe: „Wir werden heute die Moorfläche vom Baum- und Pflanzenbewuchs befreien, der dem Boden Feuchtigkeit entzieht und eine erfolgreiche Wiedervernässung verhindert“, erklärte Wehner das Tagesziel der First Climate-Mission.

Klimaschutz mit der Astschere

In den Transportern des Bergwaldprojekts ging es anschließend zum Einsatz am Fichtelberg. Anlaufstelle war das Forsthaus Neuhaus am Ochsenkopf, das regelmäßig für die Unterbringung der freiwilligen Bergwald-Helfer genutzt wird. Ausgerüstet mit Säge, Axt und Astschneider machte sich das Team an die schweißtreibende Arbeit.

 

„Im ersten Moment fühlt es sich komisch an, an einem Naturschutzprojekt zu arbeiten und dafür Bäume und Büsche abzuschneiden, aber das Entfichten hilft dem Ökosystem Moor und ist ein Beitrag zum Klimaschutz.

Sebastian Hillegaart vom First Climate-Klimaneutral-Team

Zum Abschluss des Einsatzes hatte das Bergwald-Team für die Helfer von First Climate im Forsthaus über Holzfeuer eine stärkende Gemüsesuppe und kühle Getränke vorbereitet. Das Fazit des Teams: Ein erlebnisreicher Tag mit vielen interessanten Einsichten in die praktische Naturschutz-Arbeit des Bergwaldprojekts. Unbedingt wiederholenswert!

Bilder vom gemeinsamen Naturschutzeinsatz von Bergwaldprojekt und First Climate am Ochsenkopf

Hintergrund: Die Kooperation von Bergwaldprojekt e.V. und First Climate

Das Bergwaldprojekt engagiert sich als gemeinnützige Naturschutzorganisation für den Schutz von Wald- und Naturlandschaften in ganz Deutschland und organisiert an über 50 Standorten Arbeitseinsätze freiwilliger Helfer.

Durch die Kooperation mit dem Bergwaldprojekt haben First Climate-Kunden im Bereich grüne Energie die Möglichkeit, konkrete Naturschutzmaßnahmen in ihrer Region zu unterstützen und damit globalen Klima- mit regionalem Umweltschutz zu verbinden. Im Rahmen der Kooperation sind auf diese Weise bislang bereits über 70.000 € für die Naturschutzaktivitäten des Bergwaldprojektes zusammengekommen.