First Climate beteiligt sich an einer Reihe von Workshops zur CO2-Kompensation für Mitglieder der internationalen Luftfahrtindustrie, die von der International Air Trade Association (IATA) und der International Emissions Trading Association (IETA) organisiert werden. Die zweitägigen Workshops richten sich an Vertreter internationaler Fluggesellschaften, die vom CORSIA-Programm (=Carbon Offset and Reduction Scheme for International Aviation) betroffen sind, mit dem die Luftfahrtindustrie ab 2020 klimaneutrales Wachstum für die Branche erreichen möchte. Der erste Workshop mit First Climate-Beteiligung fand jetzt in Genf in der Schweiz statt.

Bei ihrem Vortrag vor Vertretern von über 25 europäischen Fluggesellschaften präsentierten First Climate-Vorstand Dr. Jochen Gassner und Urs Brodmann, Geschäftsführer von First Climate (Switzerland) eine Übersicht über die internationalen CO2-Märkte und die Zusammenhänge der freiwilligen Klimakompensation. Mit dem Fokus auf dem sogenannten results-based-finance-Modell diskutierten sie mit den Workshop-Teilnehmern verschiedene Projekte und Projektstandards wie den Clean Development Mechanism oder den Verified Carbon Standard.

„Die europäischen Fluggesellschaften, die seit vielen Jahren unter den Bedingungen des europäischen Emissionshandels arbeiten, verfügen über umfangreiche Erfahrung mit der Kompensation von CO2-Emissionen. Das hat beim Workshop eine sehr spannende und fruchtbare Diskussion ermöglicht“, sagte Urs Brodmann im Anschluss an den Workshop. Nach der Auftaktveranstaltung in Genf, wird es diesen Monat noch zwei weitere Workshops geben, eine in Miami und eine weitere in Singapur.

Zwei weitere Workshops zum Thema CO2-Compliance

Mit den Workshops beabsichtigt die IATA mit Hilfe von First Climate den Fluggesellschaften die Möglichkeit zu geben, sich auf die zukünftigen Monitoring-, Reporting- und Verifizierungsverfahren unter dem CORSIA-Programm vorzubereiten. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit internationalen Fluggesellschaften zusammen“, sagt Urs Brodmann. „Wir freuen uns über die Gelegenheit, Wissen und Erfahrungen in diesem Rahmen weitergeben zu können. Unser Ziel ist es, die Teilnehmer unserer Workshops zu unterstützen, um unter den Bedingungen des CORSIA-Programms erfolgreich arbeiten zu können und gleichzeitig einen wirksamen Beitrag zur Klimaschutzminderung zu leisten.“

Hintergrund: Klimaneutrales Wachstum in der Luftfahrtindustrie

Im Jahr 2016 haben die Mitgliedsstaaten der Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO von englisch International Civil Aviation Organization) sich auf das Ziel eines klimaneutralen Wachstums ab 2020 geeinigt. Die Luftfahrtindustrie ist damit die erste Branche, die ihre eigenen branchenweiten Klimaschutzziele umsetzt. Um diese Ziele erreichen zu können, hat sich die Branche auf diverse Maßnahmen zur Effizienzsteigerung durch verbesserte Flugzeugtechnik und die Umsetzung verschiedener Effizienzmaßnahmen im operativen Geschäft geeinigt. Doch diese Verbesserungen allein reichen werden nicht ausreichen, um Emissionen nach 2020 unterhalb der vereinbarten Baseline zu halten. Als Reaktion darauf haben die ICAO-Mitgliedsstaaten vereinbart, zusätzliche Emissionen durch das CORSIA-Programm auszugleichen und durch die Kompensation von CO2-Emissionen einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Weitere Informationen zum CORSIA-Programm der Luftfahrtbranche in englischer Sprache finden Sie hier >>