Klima- und Artenschutz in einem der letzten Naturparadiese der Erde

First Climate und der Projektentwickler BioCarbon Partners kooperieren ab sofort im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft. Gemeinsam setzen sie sich für die Bewahrung der einzigartigen Waldlandschaften an den Flussystemen von Sambesi und Luangwa in Sambia ein.

Bio Carbon Partners ist einer der wichtigsten Entwickler hochwertiger REDD+ Projekte in Afrika. First Climate wird im Rahmen der Partnerschaft künftig exklusiv die Vermarktung der BCP-Projekte übernehmen. Durch die Bündelung ihrer spezifischen Kompetenzen wollen sich BCP und First Climate künftig gemeinsam für den Wald- und Artenschutz in Sambia  engagieren. Mit dem Lower Zambezi REDD+ Projekt sowie dem Luangwa Community Forests Projekt, das mit Unterstützung des von der United States Agency for International Development finanzierten Community Forests Programs, Zambia, entwickelt wurde, soll vor Ort ein durchgehender grüner Korridor geschaffen werden. Die beiden großangelegten REDD+ Projekte schließen die bislang vorhandenen Lücken zwischen den bereits bestehenden Reservaten und ermöglichen damit die Einrichtung eines grenzübergreifenden Wald- und Artenschutzgebiets von Weltrang, das sich vom Nyika Nationalpark in Malawi, bis zum Mana Pools Nationalpark im Grenzgebiet zu Mozambique und Zimbabwe erstreckt.

>> Zur BioCarbon Partners Website (englische Sprache)

Luangwa Community Forests Projekt

Der wasserreiche Luangwa Fluss bildet die Lebensader für eines der wild- und artenreichsten Waldgebiete in ganz Afrika. Das breite Tal ist überwiegend flach, nur an seinen Rändern wird es von teilweise steil aufragenden Hügelketten begrenzt. Diese besondere Topografie macht nicht nur die atemberaubende Schönheit dieser Naturlandschaft aus, sie verhindert auch die Migration der im Tal lebenden Tiere und sorgt dadurch für die hohe Populationsdichte in dem Gebiet. Das Luangwa Tal ist die Heimat von Elephanten, Leoparden, Löwen und Wildhunden. Mehrere Arten, wie das Cookson-Gnu oder die Thornicroft-Giraffe, sind endemisch, d. h. sie kommen ausschließlich in Luangwa Gebiet vor.

Mit dem Luangwa Community Forests Projekt tragen BioCarbon Partners und First Climate dazu bei, diesen einzigartigen Naturraum langfristig zu schützen und vor der Abholzung zu bewahren. Das Mittel dazu ist die Bekämpfung der Armut, die viele Menschen dazu zwingt, Bäume als Brennholz zu schlagen oder Waldgebiete für die Gewinnung landwirtschaftlicher Nutzflächen zu roden. In enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort entwickelt BioCarbon Partners Projekte zur Generierung alternativer Einkommensmöglichkeiten, wie beispielsweise die Produktion und den Verkauf nachhaltig gewonnenen Wildhonigs, und schafft damit Anreize für das freiwillige Engagement der Einwohner für den Waldschutz. Rund 69,000 Menschen in der Projektregion profitieren direkt von den Maßnahmen des Projektes.

Das Luangwa Community Forest Projekt umfasst derzeit eine geschützte Waldfläche von rund 766.000 Hektar, die direkt an den South Luangwa Nationalpark in Sambias Ost-Provinz angrenzt. In einer zweiten Entwicklungsphase wird die Schutzfläche auf über 3 Millionen Hektar erweitert und das Projekt damit zu einem der größten REDD+ Projekte weltweit ausgebaut. Die jährlichen Emissionseinsparungen in CO2-Äquivalenten liegen bei geschätzt rund 700.000 Tonnen pro Jahr.

 

Derzeit unter Validierung

Spotlight:

  • Mit rund 3 Millionen Hektar Schutzfläche in Phase II eines der größten REDD+ Projekte weltweit

  • Ermöglicht auch bei großen Mengen die CO2-Kompensation aus einer einzigen Quelle

  • Die Verbindung aus gemeindebasiertem Engagement und Artenschutz schafft viele Anknüpfungspunkte für das story-telling in Ihrer Kommunikation

Lower Zambezi REDD+ Projekt

Als erstes REDD+ Projekt in Sambia war das Lower Zambezi REDD+ Projekt wegweisend für die Entwicklung nachhaltiger Wald- und Artenschutzprojekte in der Region. Das Schutzgebiet umfasst rund 39.000 Hektar bedrohter Baumsavannenlandschaft in der Provinz Lusaka und grenzt als wichtige Pufferzone an den Lower Zambezi Nationalpark und den daran anschließenden Mana Pools Nationalpark. Als grenzüberschreitende Schutzzone ist das Gebiet von herausragender Bedeutung für die Bewahrung der Artenvielfalt im südlichen Afrika. Unter anderem beheimatet das Gebiet Löwen, Leoparden, Flusspferde, verschiedene seltene Antilopenarten sowie eine Elefantenpopulation von geschätzt rund 23.000 Tieren.

Das Lower Zambezi REDD+ Projekt zielt darauf ab, nachhaltige Landnutzungspraktiken in der Region zu stärken und die fortschreitende Entwaldung aufzuhalten. Die Maßnahmen des Projektes basieren auf der engen Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, die aktiv in alle Initiativen zur Stärkung nachhaltiger Wirtschaftskreisläufe eingebunden sind. Bis heute wurden so unter anderem 600 Kleinbauern in speziellen Trainingskursen mit den Methoden nachhaltiger Landwirtschaft vertraut gemacht. Im Rahmen des Projektes wurden außerdem mehr als 6.000 Bienenstöcke verteilt, die die umweltfreundliche Produktion von Wildhonig ermöglichen.

Als bislang einziges Klimaschutzprojekt in Afrika wurde das Lower Zambezi REDD+ Projekt mit dem Dreifach-Gold-Zertifikat nach dem anerkannten Climate, Community and Biodiversity-Standard ausgezeichnet.

Spotlight:

  • Erstes Projekt in Afrika mit Triple-Gold-Zertifizierung gemäß Climate, Community and Biodiversity Standard

  • Jährliche Einsparung von 150.000 t CO2 e

  • Die geschützte Projektregion ist als Weltnaturerbe-Stätte ein Lebensraum von einzigartiger Vielfalt

Karte der REDD+ Projekte

Kontakt und Information:

Dr. Jochen Gassner
Tel.: +49 6101 55 658-55
Mail: jochen.gassner@firstclimate.com