Tröpfchenbewässerung – Jain Irrigation Systems Ltd.

Wasserknappheit ist eine allgegenwärtige Sorge für die 180 Millionen indischen Kleinbauern, die außerhalb der Monsunzeit auf einen stabilen Grundwasserspiegel angewiesen sind, um ihre Felder bewässern zu können. Dafür werden riesige Wassermengen benötigt. Rund 80 Prozent des gesamten indischen Wasserverbrauchs werden durch die Bewässerung in der Landwirtschaft verursacht.
 
Die vorherrschende Bewässerungsmethode ist die ineffiziente Flutbewässerung, bei der rund 60 Prozent des aufgewendeten Wassers an der Oberfläche abläuft, versickert oder verdunstet ohne zur Ertragssteigerung beizutragen – eine nutzlose Vergeudung wertvoller Ressourcen.
 
Die Unterstützung der Landwirte beim Umstieg auf die viel effizientere Tröpfchenbewässerung im Rahmen des Projekts Effiziente Landwirtschaft in Indien ist eine Möglichkeit, um dem Problem der Wasserknappheit zu begegnen. Anders als bei der Flutbewässerung, bei der Wasser wahllos in großen Mengen auf die Felder geleitet wird, liefert die Tröpfchenbewässerung das Wasser über ein System von Rohren und Leitungen direkt an die Wurzelregionen der Pflanzen. Das System hat einen sehr hohen Wirkungsgrad. Rund 90 Prozent des eingesetzten Wassers werden von den angebauten Pflanzen auch tatsächlich aufgenommen – im Vergleich zu 35 bis 40 Prozent bei der Flutbewässerung.
 
 


Neben der Wasserersparnis trägt die kontinuierliche Bewässerung nachweislich auch zu einem verbesserten Pflanzenwachstum bei. Die teilnehmenden Bauern können durch das Projekt Effiziente Landwirtschaft in Indien deshalb rund 30 bis 80 Prozent höhere Ernteerträge erzielen.
 
Der Projektpartner Jain Irrigation Systems Ltd. ist ein Unternehmen im Bereich der Mikro-Bewässerung und mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Water Benefit-Zertifikaten wird das Unternehmen zahlreichen weiteren Kleinbauern im Bundesstaat Maharashtra Anlagen zur Tröpfchenbewässerung zur Verfügung stellen. Im Laufe der Zeit soll das Projekt Effiziente Landwirtschaft in Indien auch auf andere Regionen des Subkontinents ausgeweitet werden.